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Nach bisherigen Erkenntnissen war die Familie Batschauer - seinerzeit noch unter dem Namen Petschaider - im 17. Jahrhundert in Goldbach (bei Wettenhausen, heute der Gemeinde Kammeltal zugehörig) in Schwaben ansässig, wohin sie wohl wie viele andere (siehe nachfolgende Kartendarstellung) aus Österreich (Südtirol) einwanderte. Der erste Einwanderer war demnach der Zimmermann Andreas Petschaider.
Dessen Enkel Johann Georg und Joanna verlagerten ihren Wohnort bereits um 1700 gemeinsam mit ihrer Mutter nach Hambrücken in Baden-Württemberg, wo sich der Familienname "Petschaider" in "Batschauer" wandelte.
Alle bis heute lebenden Personen mit dem Namen Batschauer stammen somit vom Johann Georg Batschauer und dessen aus Hambrücken stammender Ehefrau Elisabeth Barbara Osterney ab.
Siehe auch:

Wettenhausen

Hambrücken
In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts kam es in erheblichem Umfang zu Auswanderungen vieler Familien (und Einzelpersonen) aus Baden-Württemberg. In diesem Zuge wanderte auch Johann Adolf Batschauer, ein Urenkel des Johann Georg Batschauer, mit seiner Frau Sophia Kretzler und fünf Kindern 1862 nach Brasilien aus. Dort siedelten sie sich in Brusque im südlichen Bundesstaat Santa Catharina an, welcher sich zu einem "Sammelbecken" unzähliger deutscher Auswanderer entwickelt hatte.
Einwandererhaus
Die Familie Batschauer hat sich dort bis heute in großer Anzahl verbreitet, insbesondere in Santa Catharina. Ferner sind auch Nachkommen (Stammbaum) in Sao Paulo bekannt.
Siehe auch:
Darüber hinaus fanden jedoch in diesem Zeitraum auch viele Auswanderungen in die USA statt. Nach den jetzigen Erkenntnissen wanderten in dieser Zeit zwei Personen des Namens Batschauer in die USA aus, und zwar Johann Georg und Johann, welche Deutschland aus Lahr im Schwarzwald stammend 1897 verließen. Johann Georg Batschauer heiratete dort und siedelte sich mit seiner Familie in Chicago, Illinois an.
Ansonsten ist im 20. Jahrhundert die Auswanderung von zwei Personen des dieser Familie bekannt. Eine von Ihnen war Frank (Franz) Batschauer, welcher - aus Karlsruhe in Baden-Württemberg stammend - 1924 im Alter von dreißig Jahren mit seiner Frau Anna in die USA einwanderte. Weiterhin ist ein gewisser Lothar Batschauer bekannt, welcher 1957 aus Deutschland in die USA einwanderte.
Siehe auch:
Die letzte Auswanderung ist bekannt für die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. So wanderte 1956 Karl-Günther Batschauer von Wiesbaden (Hessen) nach Arbon in die Schweiz aus, wo er eine Familie gründete, welche dort bereits in der zweiten Generation lebt.
Von Hambrücken in Baden-Württemberg aus, wo der Name Batschauer das erste mal auftrat, fand natürlich auch eine Verbreitung der Familie innerhalb Deutschlands statt. Während sich ein Großteil Im Umkreis von Hambrücken bzw. im Einzugsgebiet von Karlsruhe ansiedelte, fand auch eine Wohnortverlagerung in andere Gebiete Deutschlands statt.
Bekannt ist insbesondere der Umzug von zwei Personen aus Hambrücken nach Heidelberg ca. 1800, wo die Nachkommen der Familie bis in das 20. Jahrhundert ansässig waren. Von hier aus verlagerte sich die Familie u.a. nach Hessen und - wie bereits erwähnt - in die Schweiz.
Heutzutage existieren ca. 30 Personen, welche den Namen Batschauer tragen (Quelle: Geogen), angesiedelt vornehmlich in Baden-Württemberg, in Hessen, im Saarland, Schleswig Holstein und Nordrhein-Westfalen.
So kann man feststellen, dass sich die Familie Batschauer wohl außerhalb Deutschlands - insbesondere in Brasilien - weitgehender verbreitet hat als in ihrem Herkunftsland selbst.